In deutschen Kliniken werden pro Woche ungefähr 1220 fehlerhafte Operationen
durchgeführt. Bis zu 16.000 Patienten sterben jährlich durch falsche Medikation.
An Behandlungsfehlern und Falschmedikation sterben in deutschen Krankenhäusern
mehr Menschen als durch Verkehrsunfälle. Demnach zählt das Risiko, an Kunst-
und Behandlungsfehlern im Krankenhaus zu sterben zu den zehn häufigsten
Todesarten - noch vor Aids und Brustkrebs.
Die meisten Behandlungsfehler in den Kliniken sind keine spektakulären Fälle, wie
falsch amputierte Beine oder Lungenflügel, sondern die "kleinen Unzulänglichkeiten
im Alltag". Dazu zählen Verwechslungen von Namen, Medikamenten oder der richtigen Dosis.
Anwendung
Patientenarmbänder dienen der Sicherheit jedes Patienten und der positiven Kontrolle
für das Krankenhauspersonal und des behandelnden Arztes. Es sollen hierbei
Fehlmedikationen und Fehlbehandlungen auf ein Minimum reduziert werden.
Mit den Armbändern wird eine eindeutige Identifizierung des Patienten
hergestellt,
so daß Behandlungsschritte und Medikation genau verfolgt und
verabreicht werden, ohne das Verwechslungen des Patienten und möglicherweise schwere
Folgen, bis hin zum Tod eines Patienten, erfolgen.
Wo können folgenschwere Fehler entstehen ?
Mögliche Verwechslungen entstehen bei Operationen, Transfusionen, bei der Medikamentenvergabe,
Verlegung auf andere Stationen, Durchführung von Reha-Maßnahmen oder bei sonstigen medizinischen
Maßnahmen. Die Folgen der Fehler und Verwechslungen können schlimmstenfalls zum Tod eines
Patienten führen, wobei das Personal oder der Arzt zur Rechenschaft gezogen wird.
Welche Daten enthält ein Armband ?
Die Daten auf dem Patientenarmband enthalten meist den Vornamen und Namen
des Patienten wie auch das Geburtsdatum, Geschlecht, die Aufnahmenummer
und -datum. Die Aufnahmenummer wird zusätzlich mittels Barcode verschlüsselt.
Zusätzlichen können das Logo vom Krankenhaus sowie ein zusätzlicher 2D-Code
oder Stapelcode (PDF417) angebracht werden. Der PDF417 eignet sich für die
Verschlüsselung größere Datenmengen wie die oben genannten Patientendaten.
Zusätzliche Angaben wie z.B. Notfalldaten, Blutgruppe, Allergien usw. können ebenfalls
mit verschlüsselt werden.
Datenhaltung und Datenschutz
Ein Patient muß immer mit dem Tragen eines Armbandes einverstanden sein und
bestätigt dies mit seiner Unterschrift im Aufnahmeantrag. Bei Wiederabnahme des
Armbandes ist das Band als Datenmüll zu entsorgen oder der Patient nimmt das
Armband mit nach Hause.
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